Was darf der Hausarzt?

Einen Arzt nannte man früher auch „Oberheiler“ oder „Leibarzt“. Er ist für die Patienten da zur Vorbeugung, Erkennung und Behandlung jeglicher Krankheiten. Da es eine Vielzahl von Krankheiten und Behandlungsmöglichkeiten gibt, haben sich die Ärzte auf medizinische Fachgebiete spezialisiert.

Der Hausarzt nimmt eine besondere Stellung ein. Natürlich muss auch er ein sechsjähriges Studium der Medizin nachweisen. Er schließt mit einem Staatsexamen ab. Anschließend arbeitet er mehrere Jahre als Assistenzarzt in einer Klinik oder Praxis. Er kann sich nun in Spezialgebieten der Medizin weiterbilden, erwirbt einen Facharzttitel, um sich niederlassen zu können. Nun kann er in einer freien Praxis oder Gemeinschaftspraxis arbeiten.

Ein Hausarzt ist ein niedergelassener, freiberuflicher Arzt. Hat ein Patient ein medizinisches Problem, ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle. Mancher Arzt macht auch Hausbesuche oder bietet telefonische Beratungen, Auswertungen der Untersuchungen an.

Man sollte zu seinem Hausarzt ein besonderes Vertrauensverhältnis aufbauen. Ist man bei ihm schon lange in Behandlung, kennt der Arzt die Krankheitsgeschichte des Patienten. Aber auch bei neuen Patienten erlangt er bald ausreichende Kenntnis und gewinnt so das Vertrauen des Patienten. So kann man schon mit seinem Hausarzt über psychische Probleme oder existenzielle Nöte reden, ohne gleich zu einem Spezialisten geschickt zu werden. Das Verhältnis zwischen Hausarzt und Patient ist also sehr sensibel. Wählen Sie einen Arzt, bei dem Sie sich wohl fühlen.

Ein guter Arzt sollte nicht Hektik im Sprechzimmer verbreiten, sondern sich genügend Zeit nehmen. Freundlichkeit gegenüber allen Patienten ist wichtig und die Einhaltung der vereinbarten Termine. Diskretion sowie Sauberkeit sind sehr wichtig.

Der Hausarzt darf alles verschreiben. Auf Kassenrezept darf er es allerdings nur, wenn es verschreibungspflichtig ist. Dieser Arzt schreibt Überweisungen zu den verschiedenen Fachärzten oder für das Krankenhaus. Ganz besonders, wenn man in einem Hausarztprogramm ist, dann schreibt er die Überweisungen.

Die Bedeutung dieses Arztes hat weltweit zugenommen. Er ist berechtigt, alle zwei Jahre eine Ganzkörperuntersuchung vorzunehmen, um zum Beispiel Hautkrebs in einem frühen Stadium zu erkennen. Er übernimmt auch verschiedene Therapien, wie Akupunktur oder im orthopädischen Bereich.

Natürlich sollte man den Hausarzt über die Besuche bei anderen Ärzten informieren. Oftmals schicken die Fachärzte einen Bericht über die Behandlung an den überweisenden Arzt. Aber man kann auch selbst tätig werden, dem Hausarzt nötige Unterlagen, wie zum Beispiel Röntgenunterlagen zur Verfügung stellen. Das trägt natürlich umso mehr zum Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten bei.

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