Gewichtsabnahme

Unter einem in Bezug zur Körpergröße zu hohem Gewicht leiden in Deutschland etwas über 50% der Frauen und knapp 70% der Männer. Darin enthalten sind etwa 17% Männer und 20% Frauen, die als krankhaft übergewichtig (adipös) gelten. Dieser Gruppe wird zu einer Gewichtsabnahme, möglichst unter ärztlicher Aufsicht, geraten.

Ein zu hohes Gewicht gilt als Ursache für zahlreiche Erkrankungen. Diabetes, Arterienverkalkung mit Herzinfarkt oder Schlaganfall sind die wohl prominentesten Beispiele. Außerdem ist die Lebensqualität durch ein zu hohes Gewicht erheblich eingeschränkt, da Gelenkschmerzen auftreten, Atemprobleme auftreten und der Mensch in seiner gesamten Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Ob ein Mensch als normal-, übergewichtig oder gar als adipös gilt, wird anhand des BMI (Body Mass Index = Gewicht/Körpergröße2) bestimmt. Liegt der BMI bei über 30, ist eine Gewichtsabnahme unbedingt angezeigt.

In Deutschland haben sich viele Arztpraxen auf Programme zur Gewichtsabnahme spezialisiert. Um eine dauerhafte Gewichtsabnahme zu erreichen, wird der Arzt im Wesentlichen zwei Grundsätze empfehlen. Durch eine gesunde, ausgewogene Ernährung soll dem Körper weniger Energie zugeführt werden. Gleichzeitig soll durch ein gezieltes Bewegungsprogramm der Energieverbrauch erhöht werden. Werden beide Strategien gleichzeitig verfolgt, erfolgt recht zügig eine Gewichtsabnahme. Unterstützend wird ein auf Gewichtsabnahme spezialisierter Arzt eine Verhaltenstherapie anbieten. Im Rahmen einer Verhaltenstherapie wird dem Patienten aufgezeigt, wie Ernährungs- und Bewegungstagebücher geführt werden, wie der Patient sein Verhalten während des Essens verbessern kann und welche Maßnahmen er ergreifen kann, um möglichst keine Rückfälle in alte Verhaltensweisen zu erleiden.

Sollten die Maßnahmen nicht helfen, eine anhaltende Gewichtsabnahme zu erreichen, kann der Arzt auch eine Operation vorschlagen. Zu denken ist hier beispielsweise an das Anlegen eine Magenbandes. Durch ein Magenband wird der Mageneinlass verengt und der Magen gehoben. Dadurch wird die Nahrungsaufnahme erheblich erschwert. Durch die Anhebung des Magens erreicht der Mageninhalt außerdem schneller die Rezeptoren der oberen Magenwand, die für die Meldung „Magen ist voll, satt“ an das Gehirn verantwortlich sind. So stellt sich viel früher als bisher ein Sättigungsgefühl ein. Möglich wäre außerdem, dem Patienten einen Magenbypass zu legen. Dabei wird – vereinfacht ausgedrückt – das Ende der Speiseröhre mit dem Anfang des Dünndarms vernäht. Damit umgeht die Nahrung den Magen und der Patient kann nur noch eine geringe Menge Nahrung zu sich nehmen.

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