Dauer einer Gastritis

Eine Magenschleimhautentzündung, im medizinischen Sprachgebrauch auch Gastritis genannt, ist eine schmerzhafte Entzündung des Magens, die unterschiedliche Ursachen haben kann. Je nach Ursache kann auch die Dauer der Therapie variieren. Magenschleimhautentzündungen lassen sich in eine Gastritis Typ A, Typ B und Typ C unterteilen. Eine Typ A Gastritis ist eine Immunkrankheit und wird von Autoantikörpern gegen die eigene Magenschleimhaut verursacht. Diese Art der Magenschleimhautentzündung ist jedoch eher selten. Da es sich aber um eine meist angeborene Immunkrankheit handelt, ist die Therapie lebenslang und richtet sich nach Grad der Entzündung. Entzündungshemmende Medikamente können verabreicht werden, um die Entzündung einzudämmen und Symptome wie Bauchschmerzen oder Sodbrennen zu lindern. Auch Protonenpumpenhemmer, wie z.B. Omeprazol, können die Symptome positiv beeinflussen.

Die Typ B Gastritis ist die weitaus häufigste Form und wird bakteriell verursacht. Die Bakterien, die die Magenschleimhautentzündung auslösen, heißen Helicobacter pylori. Eine Infizierung mit diesen Bakterien ist über kontaminierte Nahrungsmittel oder auf fäkal-oralem Weg, also durch Kontakt mit infiziertem Kot, möglich. Die Behandlung der Typ B Gastritis besteht in einer Eradikation, also einer Abtötung, des Bakterienstamms im Magen. Diese Therapie kann bis zu acht Wochen dauern. Hierbei werden Antibiotika verabreicht, die das Bakterium sowohl in seinem Wachstum hemmen als auch die vorhandenen Bakterien abtöten. Nach etwa sechs Wochen muss der Therapieerfolg endoskopisch mit einer Probe aus der Magenschleimhaut kontrolliert werden. Gegebenenfalls kann dann die Therapie dann optimiert werden. Während der Dauer der Behandlung können zusätzlich Protonenpumpemhemmer eingesetzt werden, um Symptome wie Sodbrennen zu unterdrücken und um die geschädigte Magenschleimhaut zu schützen.

Die Typ C Gastritis ist chemisch bedingt und lässt sich auf Noxen, also Schadstoffe, zurückführen. Solche Noxen sind neben Medikamtenabusus auch regelmäßiger und häufiger Alkoholkonsum. Magenschleimhaut schädigende Medikamente sind z.B Aspirin oder verwandte Schmerzmittel wie Ibuprofen und Diclofenac. Werden diese Medikamente regelmäßig eingenommen, kann die Magenschleimhaut nachhaltig geschädigt werden, da die Medikamente die Schutzfunktion des Magens hemmen und der Magen der eigenen Magensäure ausgesetzt wird.
Die Therapie besteht wieder aus Protonenpumpenhemmern und dem sofortigen Absetzen der Schadstoffe. Wenn schon zu einem frühen Zeitpunkt vom Patienten bemerkt wird, dass er Magenbeschwerden hat und er die Ursachen beseitigt, kann die Therapie innerhalb weniger Tage oder Wochen zum Erfolg führen.

Generell ist zu sagen, dass die Dauer der Therapie sehr von der Ursache abhängt. Die Dauer der Erkrankung spielt auch eine wichtige Rolle. Je länger die Magenschleimhautentzündung besteht, desto länger dauert auch die Therapie. Einen Durchschnittswert gibt es hierbei nicht, da jeder Patient individuell behandelt werden muss und auch unterschiedlich auf die Therapie anspricht.
Der Patient selber kann den Therapieverlauf aber durch eine Umstellung seiner Ernährung positiv beeinflussen. Hierzu sollten säurehaltige und scharfe Speisen gemieden und nur leicht verdauliche Kost gegessen werden.

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